Beim Vermögensaufbau darf man Faustformeln benutzen. Beim Entnehmen nicht.
Rund hundert Milliarden Euro zahlen deutsche Lebensversicherer, Pensionskassen und Pensionsfonds jährlich aus. Was danach damit geschieht, ist eine der am schlechtesten beantworteten Fragen der Branche: Eine Simon-Kucher-Untersuchung von 2018 beziffert die Wiederanlagequote beim auszahlenden Haus auf 13,5 Prozent; 89 Prozent beschränken sich auf die Abwicklung. Assekurata bestätigte das 2025.
Für die Assekuranz ist das ein Vertriebsproblem, für den Kunden eine Entscheidung, die nicht getroffen wird. Das Kapital verschwindet ja nicht, es landet auf dem Tagesgeldkonto – gut ein Drittel des Geldvermögens liegt in Einlagen. Sicher ist es dort nicht: Es wird aufgebraucht, bei realem Kaufkraftverlust.
Die Betroffenen sind selten Kapitalmarktprofis. Es sind Babyboomer, denen oft mehreres zugleich zufällt: Ablaufleistung, Immobilienerlös, Erbschaft. Nur 19,9 Prozent der Deutschen ab 14 Jahren besitzen Wertpapiere; der Zuwachs kommt fast nur von unter 40-Jährigen. Das Geld kommt bei der Kohorte an, die am wenigsten Erfahrung damit hat – und bei der, mit 19,5 Prozent Armutsgefährdung ab 65, Nichtinvestieren riskant wäre.
„100 minus Lebensalter“ hilft nicht weiter: Die Formel verwechselt Alter mit Risikotragfähigkeit. Bei einem 65-jährigen Paar erreicht mit rund fünfzig Prozent Wahrscheinlichkeit ein Partner das 90. Lebensjahr – ein Horizont, den man bei einem 40-Jährigen langfristig nennen würde.
Denn das Risiko der Entnahmephase ist ein anderes. Beim Aufbau ist die Reihenfolge der Renditen gleichgültig, bei der Entnahme entscheidet sie: Wer im Rückgang verkaufen muss, um die Monatsrate zu zahlen, realisiert Verluste dauerhaft.
Das Clartan Ruhestandsportfolio trennt Auszahlung und Wachstum. Die monatliche Rate kommt ausschließlich aus Clartan Patrimoine C, einem defensiven, vermögensverwaltenden Ansatz mit aktiv gesteuerter Volatilität. Ziel ist realer und nominaler Kapitalerhalt bei geringer Schwankung. Der Aktienanteil darf bis 35 Prozent gehen, wird aber nur genutzt, wenn er gebraucht wird – derzeit deutlich weniger, weil der Anleihemarkt bei vernünftiger Duration auskömmliche Renditen bietet. Der Baustein puffert mehrere Jahresentnahmen ab. Umgeschichtet wird einmal jährlich: planbar, in schwachen Aktienjahren aussetzbar. Der Auszahlungstermin ist vom Börsentermin entkoppelt – im Tief verkaufen muss niemand.
Das Wachstumskapital bleibt in Clartan Valeurs C – 40 bis 50 Titel, Schwerpunkt Europa, seit Auflage 1991 im Schnitt 8,1 Prozent im Jahr.
Je nach Zielbild sind drei bis sechs Prozent Entnahme im Jahr darstellbar – vom vollen Kapitalerhalt über den teilweisen bis zum planvollen Verzehr; bei sechs Prozent ist Kapitalerhalt nicht mehr das Ziel. Viele unserer Privatkunden schätzen daran den Service: die regelmäßigen Gespräche und die Reallokation, wenn sich die Lebenssituation ändert. Viele Vermittler empfehlen uns ihre Kunden und übergeben sie in unsere Betreuung.
Die Frage lautet nicht, wie viel Aktienquote das Alter erlaubt. Sondern welcher Teil des Vermögens welche Aufgabe hat.
Gastautor: Patrick Linden ist Managing Partner von Clartan Associés Deutschland.
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Wertentwicklung Clartan Valeurs C seit Auflage 1991: 8,1 % p. a., Stand 31.12.2025, Quelle: Clartan Associés. Frühere Wertentwicklungen sind kein Indikator für künftige Wertentwicklungen. Es besteht das Risiko eines teilweisen oder vollständigen Kapitalverlustes. Diese Werbemitteilung stellt weder eine Anlageberatung noch ein Angebot dar; maßgeblich sind allein Verkaufsprospekt und KID, erhältlich unter www.clartan.com.